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Flughafenfeuerwehr in neuer Montur

Im Ernstfall muss es schnell gehen: Nur 180 Sekunden Zeit hat das Team der Flughafenfeuerwehr nach dem Alarmsignal, bis es laut ICAO-Vorschrift an jedem Einsatzort auf dem Flughafengelände eintreffen muss. Jeder Handgriff, der dabei eingespart wird, kann Leben retten. Eine wertvolle Hilfe im Wettlauf mit der Zeit: die neue Dienstkleidung.

Die modernen Anzüge wiegen 3,1 Kilogramm und somit über ein Drittel weniger als ihre Vorgänger. Aber nicht nur deshalb sind die Einsatzkräfte der Feuerwehr darin agiler, sie sind auch kürzer geschnitten. Die alten Jacken reichten bis übers Knie. „Man konnte sich damit schlecht im Flugzeug oder in engeren Räumen bewegen. Das ist mit den kurzen Jacken wesentlich angenehmer“, berichtet Sascha Kimmerle, Leiter der zweiten Wachabteilung.

Hightech-Wunder in drei Schichten

Fire Max 3 heißt das Hightechwunder aus dem Hause Rosenbauer. Es gehört zu den leichtesten Schutzanzügen für Feuerwehreinsatzkräfte in Europa und wurde speziell entwickelt, um höchsten Schutz und zugleich besten Tragekomfort zu bieten. Drei in ihrer Gesamtanordnung hoch funktionale Materiallagen machen Fire Max 3 zu einem wahren Alleskönner: Durch eine Funktionsschicht aus Polytetrafluorethylen, kurz PTFE, bietet die Kleidung eine hohe Hitzebeständigkeit. Aber nicht nur das: „Die Membran ist sogar virendicht“, erläutert Karsten Habermann, Sachgebietsleiter Brandschutztechnik. Darüber liegt eine reißfeste Textilschicht, die Metallspritzer abhält. Nach innen regelt ein Sicherheitsthermofutter aus flammbeständigem Basofil-Fleece mit Steppabdeckung die Atmungsaktivität und führt die Körpertemperatur so gut ab, dass die Feuerwehrleute sich darin wohlfühlen können.

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Foto: Markus Lindert (Hannover Airport)

Up to date und fit für die Zukunft

15 Jahre waren die Vorgängeranzüge alt, als sie im Dezember 2014 ersetzt wurden. Viel hatte sich in den Bereichen Stoff- und Lagenaufbau getan, aber auch das Äußere der neuen Jacken ist den heutigen Einsatzbedingungen hervorragend angepasst. Neue Kommunikationsmittel erfordern zusätzliche Außentaschen, beispielsweise für verschiedene Funkgeräte. Halterungen für Lampen und Mikrofone, Karabiner zur Befestigung von Handschuhen und Reißverschlüsse sind nun so geschickt angebracht, dass keine Gefahr mehr besteht, in kritischen Situationen hängenzubleiben. Mehr als Standard: Die Anzüge sind mit einem integrierten Rettungssystem (IRS) versehen und lassen sich durch einen innenliegenden Tunnel unkompliziert mit einem Haltegurt mit Rettungsschlaufe nachrüsten.

So geht funktionale Ausrüstung

Ein weiterer Luxus für die Feuerwehrleute: Die Reflektorstreifen an den neuen Jacken sind so angebracht, dass im Straßenverkehr oder auf dem Rollfeld keine zusätzlichen Warnwesten mehr notwendig sind.

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Foto: Markus Lindert (Hannover Airport)

Bereits im Vorfeld hatten die Feuerwehrleute die Beweglichkeit der Anzüge ausgiebig getestet – nicht nur beim Einstieg in das Fahrzeug und auf der Leiter, sondern auch beim Ausdauertraining unter Belastung. Von allen getesteten Modellen hatte Fire Max 3 am besten abgeschnitten. Inzwischen hat er sich auch in der Praxis bestens bewährt. Die Investition in die 80 neuen Anzüge hat sich gelohnt. Die Qualität und der Preis stimmen– alle Kollegen sind hochzufrieden.

Weitere Informationen auf dem Hannover Airport Youtube-Channel.

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