Airport Reisen

JE T’AIME, BEIRUT!

In nur knapp fünf Flugstunden in den Libanon: Ab Juni verbindet SunExpress Hannover mit Beirut. Eine Stadt mit bewegter Vergangenheit und französischer Färbung. Lassen Sie sich inspirieren – von unserem Cityguide à la française. Bon Voyage! -Text: Marvin Schildmeier

Hier und da ragen Markisen über die Bürgersteige. Ateliers und Boutiquen reihen sich an den Boulevards aneinander. Französische Wortfetzen dringen ans Ohr. Und der Blick fällt auf Straßennamen, die man hier wohl eher weniger vermutet hätte. Avenue General de Gaulle. Avenue de Paris. Rue Clémenceau. Verwundert möchte man fragen: Frankreich, du hier?

Tatsächlich prägten die Franzosen den Libanon wie kaum ein anderes Land. Und damit auch die Hauptstadt. Über Jahre hinweg herrschten sie über den Zedernstaat. Das hat Spuren hinterlassen. In der Architektur, genauso wie in der Sprache. An vielen Ecken säumen Bauten im französischen Stil die Straßen. Und gut die Hälfte aller Libanesen spricht Französisch. Nicht umsonst galt Beirut lange als das „Paris des Nahen Ostens.“ Sie werden staunen, wie viel Frankreich noch heute in der arabischen Metropole steckt.

Beirut
(© Em Campos/Getty Images)

Art déco rundum die Welt

Der ideale Ausgangspunkt für eine Beirut-Tour à la française: der Place de l’Etoile. Er liegt im Herzen des Central Districts, unweit des libanesischen Parlaments. Viele Gebäude entsprechen hier dem französischen Art déco. Der Kunst- und Architekturstil hat seinen Ursprung in Paris. Von dort eroberte er den ganzen Globus. Elegant, imposant und europäisch. Ein echter Blickfang.

Beirut
(© ramzihachicho/Getty Images)

Genauso wie der beeindruckende Uhrenturm in der Mitte des Platzes. Er stammt aus den 1930er Jahren und enthält vier originale Rolex Uhren. Vergessen Sie nicht die Zeit, wenn Sie sich in einem der zahlreichen Cafés und Restaurants lokalen Genüssen hingeben – schließlich gibt es noch eine ganze Menge mehr zu entdecken.


Die Côte d’Azur des Orients

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Spaziergang entlang der Corniche? Echtes Savoir-vivre. Mit 4,8 Kilometern Länge ist die Seepromenade perfekt, um dem Sonnenuntergang entgegen zu schlendern. Das kristallklare Mittelmeer, die palmengesäumte Flaniermeile: Der Vergleich drängt sich auf. Beiruts berühmter Küstenabschnitt ist eine unverkennbare Hommage an Nizzas Promenade des Anglais.

In den 1920ern wurden sogar Postkarten produziert, die die Corniche mit der südfranzösischen Küstenstraße verglichen. Ein Marketing-Gag, um europäische Touristen anzulocken. Erfolgreich, denn schon bald stiegen die Besucherzahlen. Und damit auch die Hotelpreise. Tipp: Nicht abschrecken lassen. In zweiter Reihe locken traumhafte Hotels, die teilweise um einiges günstiger sind.


Nicht nur der Weg ist das Ziel

Die Corniche entlang zu flanieren, ist schon Erlebnis genug. Wer tatsächlich die volle Distanz zurücklegt, wird gleich doppelt belohnt. Vor der Westküste der Stadt schlummert die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit Beiruts: die Felsen von Raouché. Einer der beiden Kolosse bildet einen Torbogen, durch den man mit einem Boot hindurch fahren könnte. Magnifique!

Kunst ist en vogue

Ein weiteres Highlight ist die Hamra Street, einst die Champs-Élysées Beiruts. Hier finden sich Hotels, Pubs und Clubs en masse. Höhepunkt ist das jährliche Hamra Street Festival. Was gefeiert wird? Die kulturelle Vielfalt des ganzen Landes. Und auch die französischen Kapitel der Geschichte werden aufgeschlagen. Musiker und Straßenkünstler zeigen, was der Libanon zu bieten hat. Und eine Parade verwandelt die Straße in eine Partymeile – bis ein Feuerwerk die Festlichkeiten krönt.

Unweit der Prachtstraße geht es kulturell bedeutend weiter. Es ist die Rede von der Künstlertreppe L’Escalier de L’Art. Ein Muss für alle, die die Kulturszene der Stadt kennenlernen wollen. Sie verbindet die Rue Gouraud und die Rue Sursock. 125 Stufen. 500 Meter. Und regelmäßig eine Open-air-Ausstellungsfläche für ganz besondere Kunstprojekte.

Beirut
(© Maremagnum/Getty Images)

Mehr als Haute Cuisine

Entdeckungstouren machen hungrig. Dabei könnte Vielfalt auf dem Teller das Motto der libanesischen Küche sein. Man kocht osmanisch. Man kocht französisch. Und natürlich klassisch orientalisch. Aber in der Regel ist das, was auf dem Teller landet, eine gelungene Kombination aus allen kulinarischen Einflüssen. Gewürzt mit dem gewissen libanesischen Etwas. Lecker! Dennoch sind die in Deutschland bekannten Klassiker meistens gesetzt: Hummus, Taboulé, Falafel und Co. Ganz besonderes ist allerdings die sogenannte Manqoushe – ein pizzaähnlicher Hefeteigfladen mit allerhand typischen Gewürzen.

Die Extra-Portion Beirut

Wer die libanesische Hauptstadt erkundet, wird schnell merken: Hier gibt es überall etwas zu entdecken. Der Islam trifft auf das Christentum. Der Westen auf den Osten. Und Arabisch auf Französisch. Überzeugen Sie sich selbst. Unser Tipp: Mit dem Beirut Tourist Pass erleben Sie die Metropole ganz authentisch. Vergünstigungen an einigen der Top-Spots und Empfehlungen von Einheimischen inklusive.  

Und vielleicht verlieben Sie sich ja auch in Beirut und können sagen: Ja, Frankreich ist hier. Doch irgendwie auch nicht. Denn Beirut ist nicht französisch. Auch nicht orientalisch. Beirut ist beides. Und genau das macht es so unvergleichlich.

Reisen von Hannover sind buchbar unter 0511 977-1111  oder www.haj.de

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