Airport

Straßenwärter am Hannover Airport – On the Road

Was haben der Flughafen und die Stadt Hannover gemeinsam? Nicht nur ihren Namen. Der Hannover Airport funktioniert selbst wie eine kleine Stadt. Hier gibt es Geschäfte, Grünanlagen, Bürogebäude – und natürlich Straßen. Deshalb hat der Hannover Airport auch seine eigenen Straßenwärter. Aber was machen die eigentlich?

Jeder kennt sie, denn im Alltag sind sie unverzichtbar. Bei Schnee retten sie den Straßenverkehr mit ihren Räumfahrzeugen vor dem Erliegen. Sie reparieren beschädigte Fahrbahndecken. Sie sind diejenigen, die auf der rechten Spur mit blinkendem Ge­rät den Grünstreifen zurückschneiden. Die Förster
des deutschen Schilderwalds.

Das alles gehört auch am Hannover Airport zu ihren Auf­gaben. Und trotzdem ist das Straßenwärter-Dasein hier ganz besonders. Thomas Düsterdiek und sein Team tragen dazu bei, dass der Kosmos Flughafen funktioniert. Und zwar zu jeder Jahreszeit.

Winterwetter im Griff

Wenn der Flughafen sich in eine Schneelandschaft verwandelt, rücken sie mit großem Gerät aus. Sie räumen und streuen Zufahrten und Gehwege. Aber auf den Flugbetriebsflächen nimmt ihr Job andere Dimensionen an: Die Start- und Landebahnen sind 45 Meter breit. Da muss sich eine Formation aus acht Räumfahrzeugen durcharbeiten, um den Schnee beisei­tezuschieben. Immer mit dabei: der Leitwagen, der Funkkontakt zum Tower hält. Ein Sprühfahrzeug fährt hinterher, um Taumittel aufzubringen. Schließlich muss die Piste immer eisfrei sein – hier landen Flugzeuge mit 260 Stundenkilometern.

Schneefontänen

Wenn es mal richtig schneit, kommt auch die Schneeschleuder zum Einsatz. Sie nimmt den Schnee auf, wirft ihn 80 Meter weit in die Luft – und lässt eine freie Bahn zurück. Ein beeindruckendes Bild.

Die Straßenwärter kennen den Flughafen wie ihre Westentasche. Zum Glück: „Wenn es stark geschneit hat, müssen wir uns schnell orientieren“, sagt Thomas Düsterdiek, Leiter der Flächenpflege.

Direkter Draht zum Tower

Auch das ist eine Besonderheit am Hannover Airport. Alle Straßenwärter machen eine Funkausbildung. Denn sobald sie auf den Flugbetriebs­flächen arbeiten, haben sie Verbindung zu den Lotsen der Flugsicherung.

Gepflegtes Grün

Im Sommer sieht das natürlich ganz anders aus. Die Aufgaben der Straßenwärter sind so vielfältig wie die Jahreszeiten selbst. Während der warmen Tage steht Grünpflege auf dem Programm. Und dabei geht es nicht nur um hübsch geschnittene Rasenkanten. Auch die Mäharbeiten sind wichtig für einen sicheren Flugbetrieb. Entlang der Rollwege muss das Gras kurz sein, die Beleuchtung darf nicht zuwachsen. Außerhalb dieser Randbereiche bleibt der Rasen länger, damit sich keine Vögel einnisten.

Viel frische Luft

Der Beruf ist eine Mischung aus Landschaftsgärtnerei, Forstwirtschaft und Straßenbau. Wenn die Straßenwärter das Grün in seine Schranken weisen, holen sie auch schon mal die Kettensäge raus. Sie sperren Baustellen ab und pflegen die Parkplätze. So sorgen sie dafür, dass Urlauber jederzeit bequem parken können. Fast immer sind sie draußen unterwegs, auch im Herbst, dann befreien sie die Straßen und Wege von Laub und herabfallenden Ästen. Als Straßenwärter am Hannover Airport erlebt man den Wandel der Jahreszeiten ganz intensiv.

Wir bilden aus!

„Straßenwärter“ ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Der Job bietet sehr gute Perspektiven. Denn Straßenwärter werden immer gebraucht – vor allem am Han­nover Airport.

Wir bilden für diesen Beruf aus und suchen jedes Jahr junge Nachwuchskräfte. Interessierte sollten technisches Interesse mitbringen und gerne draußen unterwegs sein. Voraussetzung ist ein Haupt- oder Realschulabschluss mit guten Leistungen in Mathe, Physik und Deutsch. Die Bewerbungsphase für einen Ausbildungsstart im August 2019 beginnt im Sommer 2018.

Weitere Informationen zu den Ausbildungsberufen des Hannover Airport: www.hannover-airport.de/unternehmen/jobs-karriere/ausbildung

Related Post