Reisen

Südafrika: Safari durch die Wildnis

Südafrikas Tierwelt entdecken und traumhafte Lodges genießen. Die beste Medizin gegen Fernweh ist das Reisen. – Text: Swantje Puin (tabasco. media)

Wild Summer – Südafrikas Safari-Lodges

Weite Savannen, tiefgrüne Wälder, aber auch Sandstrände und schneebedeckte Berge:
Die Landschaft Südafrikas ist vielfältig. In einer privaten Safari-Lodge kommt man der Natur besonders nah. In den Reservaten begegnen Gäste exotischen Tieren hautnah. Auf Komfort und Luxus müssen sie hier dennoch nicht verzichten.

Vom Hannover Airport aus starten Zu­bringerflüge zu allen großen Zielflughäfen Südafrikas. Wer in Kapstadt unterhalb des Tafelbergs landet, ist dicht dran:
an weißen Stränden, üppigen Weinbergen in Stellenbosch und Paarl sowie den schroffen Felsen am Kap der guten Hoffnung.

Entlang der Garden Route bezaubern die schönsten Lagunen. In der Kalahariwüste finden Reisende unendliche Ruhe. Die Hauptstadt Pretoria und „die goldene Stelle“ Johannesburg bieten ideale Ausgangspunkte, um zum Safariparadies Kruger-Nationalpark zu gelangen.

Luxus in der Wildnis

Meist liegen die Safari-Lodges fernab der Zivilisation. Am besten gelangt man im haus­eigenen Shuttle dorthin. Neben den Safaris und Speisen ist der Transfer in der Regel im Übernachtungspreis enthalten. Auf der Fahrt zu den Wildreservaten kehrt Stille ein. Reisende durchqueren oft unendliche Weiten, in denen außer Landschaft nichts zu sehen ist. Ohne Gegenverkehr scheint es, als würden die Straßen ins Niemandsland führen. Doch irgendwann ist es in Sicht: das lang ersehnte Urlaubsdomizil. Begrüßt wird man hier mit einem Will­kommensgetränk und afrikanischer Trommelmusik. Die meisten Lodges verfügen über eine eigene Veranda und einen Pool. Ein Kamin sorgt am Abend für romantische Stimmung.

Auf ins Abenteuer Afrika!

Die erste Safaritour startet zum Sonnenaufgang. In den Morgenstunden sind die Tiere am aktivsten. Zu dieser Zeit lassen sich Fotomotive der „Big Five“ – Löwe, Leopard, Nashorn, Büffel und Elefant – am besten einfangen. Nach dem Frühstück geht es mit den Rangern auf Buschwanderung. Dabei erfahren Mitwandernde spannende Details über die Flora und Fauna des Schutzgebietes.

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Foto: iStock.com/Veronica Bogaerts

Eine leichte Mahlzeit, eine Abkühlung im Pool und schon steht die nächste Wildbeobachtung an: Im offenen Gelände­wagen durch den leichten Sommerwind dem Sonnenuntergang entgegen. Oft nur wenige Meter an den wilden Tieren vorbei. An einem sicheren Platz im Reservat genießen die Teilnehmer in beliebter
Safaritradition einen Sundowner.

Die Lodges: Artenschutz, Naturschutz und Brauchtumspflege

Der Tierbestand wie der der Leoparden schrumpft. Schuld daran sind die Umweltverschmutzungen und die Großwildjagden. Die Lodges legen daher viel Wert auf den umsich­tigen Umgang mit der Natur und ihren Tieren. Safaris mit dem eigenen Mietwagen sind verboten.

Foto: iStock.com/Stefonlinton

In anderen Unterkünften spielt die Unterstützung der traditionellen Stämme eine große Rolle. Hier wandeln Gäste auf den Spuren der Buschmänner. Jede Lodge ist mit besonderen Merkmalen ausgestattet. Folgende garantieren ein unvergessliches Erlebnis:

Singita Lebombo Lodge

Inmitten des Kruger-Nationalparks befindet sich dieses luxu­riöse Ressort. Hier thronen 15 gläserne Bungalows auf einem Felsen. Gebaut wurde die Unterkunft gemäß dem Grundsatz des geringsten Eingriffs in die Natur. So finden Gäste in den Suiten ein dezentes, designverliebtes Interieur aus natürlichen Mate­rialien vor. Panoramafenster geben die Sicht frei über den Fluss Nwanedzi in die unendliche Weite.

Die Lebombo-Bergkette ist eine der wildreichsten Regionen im Kruger-Nationalpark. Nach den Sa­faritouren auf Range Rovern oder Mountainbikes genießen die Gäste Exquisites wie Straußensteaks und Trüffelcouscous. Dazu gibt es etwa einen Cabernet Sauvignon aus dem berühmten Weinanbaugebiet Stellenbosch.

singita.com

Mohlabetsi Safari Lodge

Diese familiäre Vier-Sterne-Lodge mit acht Rundhütten befindet sich im Balule Game Reserve am Kruger-Nationalpark. Gäste erfreuen sich an dem Blick auf das Mohlabetsi- Tal mit offener Buschlandschaft bis hin zum Drakensberg Escarpment – das mit 3.482 Metern höchste Gebirge Südafrikas. In der Nähe lassen sich an einem Wasserloch wilde Tiere beobachten. Wenn das Morgenrot das Wildreservat verzaubert, ist hier die beste Zeit, um nach den „Big Five“ Ausschau zu halten.

mohlabetsi.co.za

!Xaus Lodge

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Foto: typau – stock.adobe.com

Die !Xaus Lodge liegt im Kgalagadi-Trans­frontier-Park. Er gehört zu den außerge­wöhnlichsten Regionen Südafrikas. Beobachten kann man in dem riesigen Naturschutzgebiet schwarzmähnige Kalahari-Löwen, Leoparden, Oryxantilopen, Erdmännchen und zahlreiche andere Wildtiere. Die zwölf Chalets gehören traditionellen südafrikanischen Gemeinden, denen nach vielen Jahren ihr Stammesgebiet zurückgegeben wurde. Ein Besuch bei den San-Buschmännern steht neben den Safaritouren ebenfalls auf dem Programm.

Von der Terrasse aus genießen Besucher die Aussicht auf das Wasserloch mit exotischen Tieren am Rande der großen Salzpfanne. Das Abendessen wird in der traditionellen Boma unter dem Sternenhimmel am offenen Feuer serviert.

xauslodge.co.za

Makakatana Bay Lodge

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Foto: lehmannw – stock.adobe.com

Wer die einsame Küste liebt, ist hier gold­richtig: Auf einer Landzunge in der idyllischen Wasserlandschaft des iSimangaliso-Wetland-Parks liegen sechs exklusive Holzvillen. Seit Gene­rationen im Familienbesitz. Highlights sind die Bootstouren auf dem Lake St. Lucia oder die Safaritouren im Hluhluwe-Nationalpark. Ebenso angenehm ist das Relaxen an den menschenleeren Stränden des Indischen Ozeans oder das Shoppen und Verweilen im nahen Küstenort St. Lucia.

makakatana.com

Grootbos Private Nature Reserve

Foto: typau – stock.adobe.com

Etwa zwei Autostunden von Kapstadt entfernt liegt diese luxuriöse Öko-Lodge in einem großen Naturreservat. Die Suiten bieten einen traumhaften Blick bis hin zur Walker Bay. Auf einer Bootstour lassen sich hier „Marine Big Five“ beobachten: Wale, Haie, Delfine, Robben und Pinguine. „Grootbos“ bedeutet auf Afrikaans „großer Wald“. Der Name kommt von dem Milkwood-Wald, der die Chalets umgibt. Die knorrigen Bäume werden über 1.000 Jahre alt. Um all diese Naturschönheiten zu bewahren, engagiert sich die Eco-Lodge für den Umweltschutz. Sie wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Zum Sonnenuntergang genießt man auf der Veranda ein fantas­tisches Farbspiel aus Gelborange, Rosarot und Lilablau.

grootbos.com

Reisebloggertipps

„Big Five“ – die magische Zahl Südafrikas und Ziel vieler Touristen. Wer eine Safari plant, ist auf der Suche nach den großen Fünf: Löwe, Elefant, Leopard, Nashorn und Büffel. Zu Unrecht: Es müssen nicht immer die großen Tiere sein, die eine Safari erfolgreich machen. Daran solltest Du denken, wenn Du auf eine „Big-Five-Safari“ gehst: Je größer das Tier, desto schwieriger ist es manchmal zu finden. Genieße deshalb auch Deine Begegnungen mit den kleineren Tieren. Das Warzenschwein zum Beispiel triffst Du fast an jeder Ecke.  Hab’ ein Auge für Landschaft und Natur. Es ist nicht sicher, alle „Big Five“ bei nur einer Tour zu sehen. Beobachte selber und halte Ausschau. Nicht immer erkennt der Ranger den besten Spot. Manchmal ist er auf Deine Hilfe angewiesen. Zieh die richtige Kleidung an. Gerade morgens und abends ist es in den offenen Fahrzeugen ziemlich kalt. Bei den meisten Safaris gibt es aber auch Decken und sogar ein leckeres Picknick. Wasser und Sonnencreme solltest Du aber auf jeden Fall an Bord haben.

Sönke Jacobsen, ichmusstemalraus.de

Sönke Jacobson

Reisen von Hannover nach Südafrika sind buchbar unter haj.de oder telefonisch unter 0511 977-1111.

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