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Von Luftsprüngen und Lustschlössern: Dieter Hallervorden am Hannover Airport

Die Prominentenreihe „Erleben & Erlesen“ bringt es an den Tag: VIPs haben viel zu berichten. Alltägliches oder Außergewöhnliches. Auch Schauspieler und Entertainer Dieter Hallervorden überraschte mit pri­vaten Einblicken.

Auf der Suche nach neuen Herausforderungen lässt sich der 82-jährige Dieter Hallervorden von nichts und niemandem aufhalten. Das wird im Gespräch mit dem BOULEVARD AIRPORT deutlich. Dieter Haller­vorden hasst Interviews. Er mag keine Oberflächlichkeit und keine leeren Floskeln. Dafür hat er nie Zeit gehabt. Nicht in seiner Kindheit und auch später nicht in seiner Karriere. Das Leben ist zu kurz, um es zu verschwenden.

„Niemals aufgeben“ ist sein Motto. Ziele erreichen heißt seine Mission. Studium der Romanistik mit Schwerpunkt Französisch.
Aufklärung und Freigeist, das sind auch Hallervordens Werte.

Sturm und Drang im Herzen, die Klassik und schöne Künste im Kopf. Epochal denken, anstatt kleingeistig zu enden. Seine Bewerbung an der Schauspielschule in Berlin wird abgelehnt.

Dieter Hallervorden lernt früh, das Wort „Scheitern“ aus seinem Wortschatz zu streichen. So hat sein Vater ihn erzogen. In einem liebevollen Elternhaus. Er gründet sein eigenes Kabarett  – die Wühlmäuse.

Keine Kompromisse und immer ein klares Ziel vor Augen. Ein Lebensmotto, das er Jahrzehnte später im Film „Sein letztes Rennen“ eindrucksvoll auch auf die Leinwand bringt. Sein persönlicher Wendepunkt als Schauspieler. Nach Kabarett und Komik endlich als Charakterdarsteller gefeiert.

„Immer einmal mehr aufstehen als liegen bleiben“ ist seine Lebensweisheit, die der vierfache Vater streng beherzigt.

Die Figur „Didi“ wird von einem Millionen­pub­likum gefeiert. Genießt Kultstatus und ist Kulturgut einer ganzen Nation. Schauspielerischer Fluch und finanzieller Segen zugleich. Wirtschaftlich nun unabhängiger, zieht der Berliner die Reißleine. Konsequent wie immer. „Didi“ wird beerdigt, die Schublade Comedy geschlossen.

Mit preußischer Disziplin setzt Hallervorden seine Karriere fort. Macht konsequent das weiter, was er für richtig hält. Legt keinen Wert auf falsche Etikette. Neue Projekte stehen an. Musiktitel, TV-Shows oder als Synchronstimme. Alles, was Hallervorden anfasst, hat Erfolg.

Er unterstützt andere Künstler auf ihrem Weg auf die Bühne. Als Veranstalter des Kleinkunstfestivals in Berlin gibt er dem Nachwuchs seit vielen Jahren eine Chance. Später übernimmt er das renommierte Schlosspark Theater in Steglitz. Formt es zu einem schillernden Kleinod in der Kulturhauptstadt Berlin.

Hallervorden beginnt das Leben zu lieben. An einem Ort, an dem er sich erholen kann. Wo er sein kann, wie er ist. Für sechs Monate im Jahr zieht sich Dieter Hallervorden nach Frankreich zurück.

Schon seit vielen Jahren genießt er auf einer kleinen Insel vor der bretonischen Küste sein Leben. Französischer Wein und gutes Essen, Land und Leute – Entschleunigung zwischen seinen Hühnern und Pflanzen.

Wie ein guter französischer Wein berauscht er die Sinne der Zuschauer mit zwei großartigen Filmen. „Honig im Kopf“ und „Sein letztes Rennen“ sind auch der endgültige Bruch mit der Vergangenheit als Komiker.

Hallervorden wird als Charakterdarsteller akzeptiert. Die Rolle des Paul Averhoff als Marathonläufer im hohen Alter ist ihm wie auf den Leib geschnitten. Das Drehbuch begeistert ihn. Unbändiger Lebenswille, eigener Kopf, gegen alle Widerstände. Das ist auch seine Botschaft.

Durch tägliches Training und Ernährungsumstellung nimmt Hallervorden elf Kilo ab und meistert die Rolle mit Bravour. Identifikation mit seiner Rolle bis an die körperliche und mentale Grenze. Und weit darüber hinaus.

„Ich will und ich kann.“ Dieses Motto lebt er auch seinem Sohn Johannes vor. Vater und Sohn verbindet ein inniges Verhältnis. Nachwuchsschauspieler Johannes lernt viel von seinem Vater. Nicht nur beruflich. Er bringt Johannes bereits in frühen Jahren Wertschätzung für Mensch und Natur bei.

Genießt die Ausflüge mit ihm auf die französischen Wochenmärkte oder einfach nur raus aufs Wasser. Der Klang der Wellen beruhigt und inspiriert zugleich. Viele seiner Produktionen und Werke sind hier entstanden.

Der 82-Jährige ist körperlich topfit. Gehen, Ski fahren, surfen oder tauchen und auf zu neuen Ufern. Seit vergangenem Jahr ist Dieter Hallervorden Vegetarier. Von jetzt auf gleich. Nach einem Besuch in Süd-afrika entschließt er sich, seine Ernährung
zu ändern. Radikal. „Ungefragt“, wie er schmunzelnd sagt. Genau wie bei seinem Fall­schirmsprung, von dem auch Johannes erst nachträglich erfuhr. Es ist nie zu spät, neue Er-f­ahrungen zu sammeln. Erst der Stillstand bedeutet das Ende. Nichtstun ist für ihn keine Option.

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